18. Symposium SMM

Ein Ziel – viele Wege

Körperorientierte Ansätze in der Musik

Samstag, 23. Oktober 2021, Stapferhaus, Lenzburg CH

Auskunft erteilt: sekretariat@musik-medizin.ch
Anmeldung mit Anmeldeformular (siehe unten)

Mit dem 18. Symposium der Schweizerischen Gesellschaft für Musik-Medizin (SMM) möchten wir körperorientierten Ansätzen zur Verbesserung oder Behandlung berufstypischer physischer Herausforderungen eine Plattform bieten. Damit wollen wir auch die Sichtbarkeit der Angebote unserer Mitglieder erhöhen. Fällt das Vorhaben auf fruchtbaren Boden, werden wir in zukünftigen Symposien das Format weiterführen, um mit der Zeit möglichst viele Formen der musikalisch-gesundheitlichen Vor- und Nachsorge präsentieren zu können.

Daneben möchten wir dieses Jahr aber auch Brücken schlagen, einerseits in die Westschweiz, andererseits zu einer unserer Partnergesellschaften im Ausland. Es freut uns ausserordentlich, dass wir dafür hochkarätige Keynote-Sprecher gewinnen konnten.

Kaum bekannt ist in der Deutschschweiz, dass sich an der Universität Genf eine Forschungsgruppe mit Weltruf  am interdisziplinären «Schweizerischen Zentrum für affektive Wissenschaften» auch intensiv den Zusammenhängen von Musik und Emotion annimmt. Einer der geistigen Väter des 2003 gegründeten Forschungszentrums ist Klaus Scherer. Er wird uns die Arbeiten der Genfer Gruppe näher-bringen und uns die körperlichen und psychischen Anforderungen emotionaler  Interpretationen von Musik erläutern.

Als Vertreter und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin dürfen wir Günther Bernatzky in Lenzburg begrüssen. Er ist Leiter und Gründer des Salzburger Schmerzinstituts. Zu seinen zahlreichen Forschungsinteressen gehören unter anderem die Wirkung von Musik und Gesang bei verschiedenen Krankheiten und auf Tiere.

 

Zur Keynote von Klaus Scherer:
Musik ist die Sprache der Gefühle. Was muss der Interpret beim «Sprechen» fühlen?

Der evolutionäre Ursprung von Musik und Sprache ist die soziale Kommunikation von Affekten. Dies erklärt warum in der Geschichte der Musikwissenschaft immer wieder die zentrale Rolle des musikalischen Ausdrucks von Emotionen und die emotionalen Wirkungen von Musik auf den Hörer verwiesen wird. Welche Rolle spielt dabei der Interpret? Ist er nur ein kompetenter Techniker der die vom Komponisten intendierte Emotion transportiert oder sollte die Interpretation unmittelbar von den Gefühlen des Interpreten beeinflusst werden. In unserem Zentrum für interdisziplinäre Emotionsforschung an der Universität Genf sind wir dieser Frage theoretisch und empirisch nachgegangen. Der Vortrag schildert den wissenschaftlichen Hintergrund und berichtet Resultate unserer Genfer Untersuchungen mit Musikinterpreten (vorwiegend im Bereich Gesang). Diskutiert werden sollen auch die körperlichen und psychischen Anforderungen solch «emotionaler Interpretationen».

Anmeldeformular SMM-Symposium 2021



    Anmeldungen postal oder elektronisch bis zum 10. Oktober 2021

    Sekretariat Schweizerische Gesellschaft für Musik-Medizin
    Wilhof 18, 3298 Oberwil b. Büren
    Tel. 032/ 636 17 71
    sekretariat@musik-medizin.ch

     

    Schreibe einen Kommentar